Organisationsverschulden in Unternehmen

2002, 648 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-7890-8213-9

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Die Rechtsfigur des Organisationsverschuldens soll den Einsatz von Strafe zur Steuerung betrieblicher Entscheidungsprozesse rechtfertigen. Die Grenzen dieser Rechtsfigur sind jedoch sowohl im Verbandsstrafenmodell, als auch bei der Geschäftsherrenhaftung offen geblieben.
Der Verfasser – Privatdozent für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Kriminologie – zeigt u. a. am Beispiel der strafrechtlichen Produkthaftung auf, dass die herkömmliche Methodik der Konkretisierung von Organisationspflichten zu einer Garantiehaftung führt. Begünstigt wird diese Entwicklung durch die inhaltsleere Unterscheidung von konkreter und genereller Kausalität, die systembezogene Festlegung von Handlungsform und Täterschaft und vor allem durch die begrenzte Leistungsfähigkeit der Pflichtenkonkretisierung bei Fahrlässigkeit. Erörtert werden alternative Modelle der Verbandsstrafe, der Haftung für Aufsichtspflichtverletzungen und der präventiven Kontrolle des Unternehmens im Verwaltungsrecht. Im Anschluss wird ein Modell der »indirekten« Steuerung der betrieblichen Eigenüberwachung durch tatbestandliche Anbindung an organisationsbezogene Verkehrsnormen entwickelt.

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