Tondo Otazu

Funktionsbedingungen fester Wechselkurssysteme für Lateinamerika

Tectum,  2007, 274 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-9219-4

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Tondo Otazu behandelt theoretisch und empirisch die Problematik der festen Wechselkurssysteme in Lateinamerika. Anhand von Beispielen aus Argentinien, Brasilien, Ecuador und Mexiko wird dargestellt, wie die festen Wechselkurssysteme in Lateinamerika eingeführt und verlassen werden. Der Autor betrachtet die Rolle des US-Dollar als Leitwährung der lateinamerikanischen festen Wechselkurssysteme und die Flexibilität der Löhne und Preise als Anpassungsmechanismus von externen Schocks. Dabei stehen zwei Probleme im Mittelpunkt: Zum einen sind alle lateinamerikanischen festen Wechselkurssysteme asymmetrisch. Sie wurden von den betroffenen Ländern immer einseitig gegenüber dem US-Dollar eingeführt. Deshalb können die lateinamerikanischen monetären Autoritäten nicht unter einem festen Wechselkurssystem die Geldpolitik ihres Landes beeinflussen. Zum anderen erschweren starre Löhne und Preise eine schnelle Anpassung an externe Schocks. Das führt zu Zahlungsbilanzungleichgewichten und zum Verlassen der festen Wechselkurssysteme. Tondo Otazu bezieht sich auf die Funktionsweise des internationalen Goldstandards, der als Prototyp aller festen Wechselkurssysteme gilt, um die Frage zu beantworten, warum feste Wechselkurssysteme in Lateinamerika nicht langfristig aufrechterhalten werden können.

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