Lohmeyer

Freiheit in der neoliberalen Gesellschaft

Theorien und Ergebnisse der Sozialforschung
Tectum,  2007, 135 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-9474-7

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Deutschland im Frühsommer 2006: In den Straßen türmt sich der seit Wochen nicht abgefahrene Müll, Kindertagesstätten bleiben geschlossen, in Unikliniken greifen Ärzte nur noch im Notfall zum Messer. Der Druck auf die Arbeitnehmer wachse ins Unermessliche, begründen Gewerkschafter den Ausstand. Es gehe „nur“ um 18 Minuten Mehrarbeit am Tag, sagen die Arbeitgeber. Schon lange trat der alte Konflikt zwischen Arbeit und Kapital nicht mehr so vehement zutage wie in diesen Tagen. Welchen Wert hat individuelle Freiheit in einer neoliberalen Gesellschaft? Was folgt aus der Forderung nach Eigenverantwortung, wenn gleichzeitig soziale Sicherheit für den Einzelnen schwindet? Katharina Lohmeyer bettet die aktuelle Diskussion um Freiheitsgewinne und -verluste in eine Darstellung philosophischer und speziell marxistischer Zusammenhänge ein. Anschließend behandelt sie die Individualisierungsthese und die sozialpsychologischen und sozialphilosophischen Ansätze von Erich Fromm und Theodor W. Adorno. Die Theorie wird dabei mit Ergebnissen der empirischen Sozialforschung verknüpft, um so die neoliberale Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland auf ihren Freiheitsgehalt hin zu untersuchen.

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