Kilger

Ein Finanzmarkt für Euroland

Finanzmarktintegration in der EU
Tectum,  2008, 262 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-9566-9

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Nichts steht symbolträchtiger für die europäische Einigung als der Euro. Die Einführung der gemeinsamen Währung ist das am weitesten fortgeschrittene und den höchsten Integrationsstand aufweisende Politikprojekt der Europäischen Union. Damit die „Erfolgsstory Euro“ – gemessen an niedrigen Inflationsraten und einem starken Außenwert – fortgeschrieben werden kann, bedarf es eines stärkeren Zusammenwachsens der bisher entlang nationaler Grenzen segmentierten Finanzmärkte. Zwar ist der Geldmarkt bereits fast vollständig integriert, andere Finanzmarktsegmente, allen voran der für Privatkunden wichtige Markt für Banken, sind dagegen noch nicht ausreichend integriert. Die monetären Impulse der Europäischen Zentralbank können sich damit uneinheitlich auf die realwirtschaftlichen Verhältnisse der Euroländer übertragen. Einzelne Länder des Euroraums müssen so mit einer für sie nicht angemessenen Geldpolitik leben. Dies kann langfristig auch das bisher so stabile inflationäre Umfeld beeinträchtigen. Die EU-Kommission und die europäischen Staats- und Regierungschefs sind sich des Problems seit langem bewusst und haben bereits mit dem Start des Euros im Jahr 1999 damit begonnen, die Finanzmarktgesetzgebung der Euroländer anzugleichen, um so das Haupthindernis für die weitere Integration aus dem Weg zu räumen. Der bislang größte Wurf in diese Richtung sind der 2005 umgesetzte Financial Services Action Plan und das dazugehörige Lamfalussy-Verfahren. Moritz Kilger widmet sich in der ersten deutschsprachigen Monographie beiden Projekten. Er zeigt die Hinderungsgründe für den finanziellen Integrationsfortschritt und erklärt, wie der Action Plan und das Lamfalussy-Verfahren diesen fördern können.

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