-Die Lehre vom Schutzzweck der Norm- und die strafgesetzlichen Erfolgsdelikte

2001, 601 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-7890-7041-9

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Seit etwa dreißig Jahren hat sich das Requisit »Schutzzweck der Norm« im Zuge eines sogenannten teleologisch strafrechtssystematischen Denkens zum Einzelkriterium der Dogmatik des Allgemeinen Teils entfaltet. Es zählt heute zu den auffälligsten Haftungsregulativen der »Lehre von der objektiven Zurechnung«. Eine Behandlung dieses Problemfeldes führt zwangsläufig zu zahlreichen speziellen Haftungskriterien, die im Umkreis der Schutzzweckidee auftauchen. Diese beherrschen die rechtliche Entscheidung der jeweiligen Fallkonstellation (Sorgfaltspflichtverletzung, Vorhersehbarkeit, Vertrauensgrundsatz, Eigenverantwortlichkeit des anderen, Gefahrverwirklichung, Vermeidbarkeit des Erfolges bei pflichtgemäßem Verhalten etc.). Eine solide Erfassung der inhaltlichen Tragweite dieser dogmatischen Requisiten, die Auslotung ihrer Beziehung zum »Schutzzweck der Norm« sind für eine nüchterne und vorurteilsfreie Analyse der heutigen Schutzzwecklehre unverzichtbar.

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