Das Konsensprinzip im Strafverfahren - Leitidee für eine Gesamtreform?

2002, 311 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-7890-8125-5

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Das Projekt der Strafprozessreform gerät in eine neue Phase. In Wissenschaft und Politik wird über eine grundlegende Neugestaltung nachgedacht: Soll ein Strafprozess mit konsensualen Elementen entstehen? In dem Buch wird gezeigt, dass es weder um eine modische Anpassung an angeblich gewandelte Gerechtigkeitsvorstellungen noch um eine Verteidigung des alteuropäischen Pathos von Wahrheit und Gerechtigkeit gehen kann, sondern um eine nüchterne Analyse der Frage, welche Legitimationsprobleme jedes mit dem Anspruch der Rationalität verbundene Verfahrensmodell lösen muss und wie die Lösung des geltenden Rechts aussieht. Zu klären bleibt, ob es gute Gründe gibt, von dieser Lösung abzuweichen. Drei Gründe werden in Betracht gezogen: Der Maßstab des geltenden Rechts ist zu anspruchsvoll, der Aufklärungsaufwand muss reduziert werden; die gewandelten Reaktionsformen auf Kriminalität erfordern neuartige Verfahrensformen, die für einen entsprechenden, kooperativen Reaktionsstil stehen; das geltende Recht löst das Legitimationsproblem unbefriedigend, weil es auf ein veraltetes Konzept von materieller Wahrheit aufbaut, das durch Legitimationsgesichtspunkte der Zweckmäßigkeit und Fairness ersetzt werden muss.

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