Otte

Arndt und ein Europa der Feinde?

Europagedanke und Nationalismus in den Schriften Ernst Moritz Arndts
Tectum,  2007, 280 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-9469-3

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Ernst Moritz Arndt (1769-1860), der „Franzosenfresser“, war er in Wahrheit ein bekennender Europäer? Noch lange nach seinem Tod erhitzte der gewandte Redner und Schriftsteller die Gemüter in Deutschland. Die Nationalsozialisten erklärten ihn zum Vorkämpfer ihrer Bewegung, die DDR sah in ihm einen Feind des Feudalismus und Freund Russlands. Um die Jahrtausendwende fragte man sich vor allem an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, seinem einstigen Wirkungsort, ob man in Arndt überhaupt einen Demokraten sehen könne. Ausgang offen. In Erweiterung der festgefahrenen Diskussion um Nationen und Nationalismus fragt Wiebke Otte nach dem Europabild der politischen Romantik. Gab es in der Zeit der nationalstaatlichen Verfestigung einen politischen Begriff des Kontinents und wie sah dieser aus? August Wilhelm Schlegel, Friedrich Gentz, Adam Müller und Friedrich Schlegel waren führende Intellektuelle und Zeitgenossen Arndts. Im Vergleich ihrer Überzeugungen mit den seinen kristallisiert sich das Spezifische in Arndts Nationenverständnis heraus. Kann man von Ernst Moriz Arndt gar als Europavisionär sprechen?

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